Baubericht

Baubericht: Revell Great Eastern in 1:388

Es war wieder soweit im Revell Forum und der 7. Revell Community Wettbewerb fand stand im Zeitraum vom 01. März bis zum 30. November 2019. Ich habe mich dieses Jahr für das Modell der Great Eastern entschlossen, da mich das Konzept des Segel-, Schaufelrad- und Schraubenschiffes fasziniert hat. Der krumme Maßstab des Schiffes ist dem Alter des Bausatzes geschuldet, da es früher Beschränkungen in den Verkaufsverpackungen gab.

Die ersten Schritte des Baus verliefen wie gewohnt. Ich habe mich erstmal den beiden Rumpfhälften gewidmet. Im ersten Schritt wurden die beiden Hälften verklebt und dann gespachtelt sowie geschliffen. Da die Herstellungsform des Bausatzes sehr alt ist war die Passgenauigkeit ein kleiner Alptraum. Im Anschluss wurde der untere teil des Rumpfes lackiert.

Zwischenstand des Rumpfs

Nach vier bis fünf Schichten hatte die rote Farbe eine ausreichende Deckung, sodass ich die Wasserlinie abkleben konnte und die obere Hälfte mit Schwarz matt lackiert habe. Dieses Schiff hat auch sehr viel Bullaugen. Diese habe ich mit einen Zahnstocher und der Farbe silber lackiert. Im Anschluss wurde die Wasserlinie mit einem weißen Edding ergänzt. Im späteren Verlauf folgten noch weitere weiße Linien am Rumpf.

Zwischenstand Rumpf lackiert

Jetzt folgte das Deck. Die Lackierung fiel dabei etwas schwer aus, da es ein zweiteiliges Deck ist, welches erst beim Einbau zusammengeklebt wird. Hierdurch gestaltete sich das Washing des Decks sehr schwer, da ich nicht genau den Farbton je Deckhälfte traf. Nach einigen Versuchen kam es dann aber irgendwann halbwegs hin.

Im Weiteren Verlauf folgten die ersten Deckaufbauten und die damit verbundenen Problem mit den Details der Aufbauten. Vor allem die Nagelbänke passten häufig nicht in die vorgesehenen Bohrungen. Und zum das Schlimmste, die Bohrungen waren nicht zu klein sonder zu groß, wodurch dieses erst wieder ganz vorsichtig gespachtelt wurden und mit einen kleinen Handbohrer wieder aufgebohrt werden mussten. So zu mindest die Theorie. In der Praxis hat sich häufig der Spachtel wieder gelöst und die Frustration nahm zu.

Vorderes Deck

Es ist mittlerweile Juli. Ich arbeite an den Schaufelrädern. Ich könnte an dieser Stelle die ganzen Flüche und Hasstiraden wiederholen, die mir der Zusammenbau dieser Räder machte, aber kurz formuliert: Es war der reinste Alptraum. Die Bauteile waren völlig verbogen und hatten Fischhäute ohne Ende. Zusätzlich stellte sich später heraus, dass auch noch die Schaufelräder beim Takeln die Nagelbänke komplett blockierten. Ich wollte den Bausatz am liebsten in den Müll entsorgen. Aber der Masochist in mir sagte, weiter machen bis zum bitteren Ende.

Nach dem die Qual damit abgeschlossen war, folgten die Masten. Diese haben relativ gut gepasst und führten zu keinen Wutausbrüchen.

Aufbau der Masten

Nach den Masten folgten noch einige Rettungsboote und andere Kleinteile. Um den Bau des Schiffes aufzuwerten, habe ich beschlossen das erste mal Stoffsegel anzufertigen. Im Forum gibt es dazu einen perfekten Beitrag von Diwo. Ich dürfte dabei wieder viel Lernen und war für meinen ersten Versuch ganz zu frieden. Es hätten noch einige Dinge verbessert werden können, aber die Zeit wurde zu knapp, schließlich war es bereits September.

Anbringen der Segel

Nachdem die Takelage bis auf die Wanten beendet war, folgten noch die Anker. Dank der Messingketten wirkten diese sehr effektvoll am Schiff.

Der November ist angebrochen und die Wanten fehlten nur noch. Im Bausatz waren Wanten aus einen sehr biegsamen Kunststoff. Aber diese passten absolut nicht. Also versuchte ich mich daran diese kurzfristig selbst zu bauen. An einigen Stellen ging das sehr gut. Aber alles was hinter den Schaufelrädern ist, habe ich nicht mehr hinbekommen.

Wanten basteln

Zum Schluss bin ich nicht fertig geworden und konnte mein Modell nicht zu Wertung einreichen. Dafür hat die Konkurrenz einige sehr schöne Modelle eingereicht.

Die Bauberichte dazu findet Ihr im Revell Forum. Ich persönlich bin etwas enttäuscht vom Bausatz und habe daraus gelernt, dass für Wettbewerbe kleinere neuere Modelle besser geeignet sind.

Endstand
Der Endstand des Schiffes.